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Jun
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Kangaroo Island 2week Farm and Island Experience

26/06-11/06/2007

Ich habe mich entschieden, 14 Tage auf einer Farm auf Kangaroo Island zu verbringen, um dort fuer Kost und Logie zu arbeiten und nebenbei English Lessons zu nehmen. Die Adresse habe ich mir im Wwoof-Buch herausgesucht. WWOOF bedeutet “Willing Workers On Organic Farms”, und man muss erstmal 55 Dollar berappen, um Mitglied zu werden, ist damit aber gleichzeitig bei Arbeitsunfaellen versichert.

Babette setzt mich am Samstag, einige Stunden bevor die Faehre ablegt, in Port Jervis am Faehranleger ab und verschwindet dann schnell weiter nach Adelaide. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass sie es eilig hat, wegzukommen. Die Faehre faehrt erst um 18 Uhr und ich habe genug Zeit, endlich mal wieder eine ausgiebige Wanderung zu unternehmen. Babette war dafuer nicht so richtig zu begeistern. Die Kueste ist wieder mal fantastisch und es ist (ausnahmsweise) mal wieder schoen warm.

Ich komme im Dunkeln in Penneshaw an und nehme den Shuttle Bus nach Kingscote, dem groessten Ort auf der Insel. Gleich nach meiner Ankunft im Hostel mache ich mich auf den Weg an den Strand, wo man die Pinguine beobachten kann, die abends zum Schlafen in ihre Hoehlen kommen. Die kleinen Tierchen sind nur ganze 30 cm hoch und geben unglaubliche Toene von sich, manchmal ist es ein richtiger Gesang. Am Sonntag Vormittag holt mich Bob Zinnack ab und nimmt mich erstmal mit zu einer kleinen christlichen Gebetsrunde, zu der sich Bob und seine Frau Lorraine mit anderen jeden Sonntag treffen. Irgendwann kommt natuerlich die Frage, welcher Kirche ich denn angehoere, und ich muss sagen “I’m afraid I am not a Christian…”

Spaeter fahren wir dann auf die Farm, und es wirklich ein sehr ruhiger und einfacher Ort. Vor jeder mahlzeit wird ein Tischgebet gesprochen und weil es schon um halb sechs dunkel wird, kann man abends nicht viel mehr tun, als am Ofen zu sitzen und ein Buch zu lesen oder fernzusehen. Ausser mir arbeitet noch ein 24-jaehriger Koreaner namens Choi auf der Farm, der zwar sehr nett ist, aber kaum Englisch spricht. Ich weiss wirklich nicht, was da auf mich zu kommt? Dies alles ist eine echte Umstellung zu der ausgefuellten Woche zuvor. Und ich habe Befuerchtungen, dass ich mich hier zu Tode langweilen werde.

Aber… es kommt immer alles anders. Es sind zwei wunderbare Wochen. Ich habe jeden Vormittag zwei Stunden Englisch mit Lorraine, arbeite nachmittags ein paar Stunden im Garten (was ich liebe!) und esse mich querbeet durch alle moeglichen australischen Pies, die Lorraine zubreitet. Es gibt 3 zahme Kangaroos und 6 zahme Possums auf der Farm; ca. 50 Meerschweinchen, die jeden Morgen neue Junge haben; eine kleine Ziegenherde mit ein paar jungen Zicklein; ein paar Puten und ein altes Huhn, das keine Eier mehr legt, aber trotzdem ab und zu so gackert, als ob.

Roo MimiPossum

Ausserdem eine Herde mit ca. 100 Rindern. An einem Tag muessen wir die Rinder zusammen treiben, um sie zu zaehlen und die Jungbullen zu kastrieren. Um die Hoden wird ein Ring geklemmt, nach einer Weile werden sie dann einfach abfallen…aua…

Cut the Balls

Mailbox (Das ist der Briefkasten der Farm…)

An den Wochenenden duerfen Choi und ich das Auto benutzten und erkunden die Insel. It’s great fun to drive on the rough roads on the island! Es gibt nur zwei asphaltierte Strassen auf Kangaroo Island, der Rest ist unbefestigt, lehmig, mit unzaehligen Loechern, staubig im Sommer und matschig nach Regenfaellen. 

Die alte Karre haelt gut durch, doch am Samstag vor meiner Abreise haben wir eine Panne mitten auf Kangaroo Island. Oh, no! Der Motor geht einfach aus. Nachdem ein Versuch, das Auto anzuschieben, auch nichts bringt, laufen wir die drei Kilometer zurueck zum Highway. Gluecklicherweise stoppt dort eine Frau und nimmt uns mit in den naechsten Ort, wo wir auf der Farm anrufen koennen. Bob und Loirrane holen uns ab und wir fahren zusammen zurueck zum Pannenwagen.

Bob horcht ein bisschen auf die Geraeusche und weiss sofort, wo das Problem liegt: Die Benzinpumpe arbeitet nicht. Er legt sich einfach unter den Wagen, fummelt ein bisschen da unten rum – und schon laeuft der Motor wieder. Es war nur eine lockere Leitung. Choi und ich fahren dann weiter, wir haben jetzt nur noch drei Stunden, bis es dunkel wird. Nach 10 Minuten bleiben wir allerdings wieder liegen…oh, no!!! Wir wissen jetzt aber was zu tun ist, und Choi legt sich diesmal unters Auto. Weiter gehts – danach gibt’s gluecklicherweise keine Probleme mehr.Broken Down

 Ich habe auf der Insel wunderbare Landschaften und jede Menge wilder Tiere gesehen: Seerobben, schwarz-rote und schwarz-blaue Kakadus, jede Menge bunter kleiner Voegel, Papageien, riesige wilde Kangaroos und kleine Wallebies, die kleinen blauen australischen Pinguine und an meinem letzten Tag – und das ist der Hammer und kroenender Abschluss des Inselaufenthaltes: einen Wal in der Bucht von Penneshaw. Juchhu! Nun kann ich ausgefuellt von neuen Eindruecken die Insel ruhigen Gewissens verlassen. Aber jemanden werde ich vermissen: Me and the RoosROO-Hug Das ist Mimi, sie ist mit 1,5 Jahren gerade mal ein Teeny-Kangaroo…und soooo suesss!  

Bilder von Kangaroo Island gibt es hier: https://fotoalbum.web.de/gast/anjapola/Australien_Kangaroo_Island


1 Response to “Kangaroo Island 2week Farm and Island Experience”


  1. June 15, 2007 at 11:40 pm

    Hallo Anja,

    Habe gerade Deine Rundmail erhalten…wunderschöne Fotos!! Und die Tiere sind ja wirklich total suess!

    Liebe Grüße von Christiane


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